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Mastitis – Gefahr im Stall. Nachweis über Kultur oder PCR?

15-02-2022 | Durchschnittliche Lesezeit:1 min
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Klinische Mastitis ist eine wahrnehmbare Euterentzündung, die meist in den Sommermonaten auftritt.  In Deutschland lassen sich die wirtschaftlichen Verluste durch Eutergesundheitsstörungen auf ca. 1,4 Milliarden Euro pro Jahr beziffern. Welche zusätzlichen wirtschaftlichen Folgen durch die deutlich geringere Milchleistung entstehen lässt sich nicht direkt abschätzen. Wird der Mastitis-Erreger zu spät erkannt oder wird er falsch behandelt kann die Entzündung chronisch werden, was langfristig zum Abgang des Tiers führt.

Die Ursache einer Infektion kann einerseits in Umgebungskeimen liegen, die durch schlechte Hygiene in den Strichkanal gelangen, und andererseits in kuhgebundenen Bakterien, die beispielsweise durch das Melkgeschirr übertragen werden. Die Infektion betrifft nicht nur die Kuh, sondern wirkt sich auf die Milch aus, die dann nicht mehr verkehrsfähig ist.

Zu den häufigsten Mastitiserregern, die über 66 % aller untersuchten Proben ausmachen, gehören Streptococcus uberis, Streptococcus dysgalactiae, Staphylococcus aureus, Koagulasenegative Staphylokokken (KNS) und E. coli.

Nachweis der Mastitis-Erreger: Kultur oder PCR?

Ein Nachweis der Mastitis-Erreger ist mithilfe einer mikrobiologischen Untersuchung, sowie auch durch einen PCR-Test möglich.

Bei der mikrobiologischen Untersuchung mittels Anlage einer Kultur müssen Proben aseptisch entnommen werden. Je nach Keim liegen erste Ergebnisse jedoch erst nach 24 Stunden vor. Mycoplasmen können in Kultur sogar erst nach 10 Tagen nachgewiesen werden, was für eine rechtzeitige Behandlung oft zu spät ist. Nachgewiesene Keime können jedoch für einen Resistenztest direkt entnommen werden. Beim Anlegen der Kultur ist ein lebensfähiger Organismus notwendig, sonst besteht das Risiko, dass Erreger nicht nachgewiesen werden.

Der PCR-Test liefert aufgrund seiner hohen Sensitivität bereits in unter 4 Stunden sichere Ergebnisse. Dadurch können Landwirte und Tierärzte schneller Behandlungsmaßnahmen ergreifen. Die Testung ist auch nach bereits erfolgter antibiotischer Behandlung möglich.

Um den PCR-Test auf Mastitis-Erreger durchzuführen ist kein lebensfähiger Organismus notwendig, so dass entnommene Proben unkritisch transportiert werden können. Ebenso ist eine gekühlte oder gefrorene Lagerung von Einzel- oder Sammelproben möglich. Damit eignet sich die PCR-Testung auch für Monitoring-Programme.

In unserem Labor führen wir regelmäßig diese Multiplex PCR Testung auf 16 verschiedene Mastitis-Erreger durch. Damit können wir Landwirte und Tierärzte unterstützen rechtzeitig Maßnahmen zur Bekämpfung der Mastitis-Erreger zu entwickeln.

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Mastitis Erreger, die durch einen Multiplex PCR-Test nachgewiesen werden können.

  • Staphylococcus aureus
  • Staphylococcus
  • Streptococcus agalactiae
  • Streptococcus dysgalactiae
  • Streptococcus uberis
  • Escherichia coli
  • Enterococcus
  • Klebsiella ssp
  • Serratia marcescens
  • Corynebacterium bovis
  • Trueperella pyogenesand/or Peptoniphilus indolicus
  • Staphylococcal ß-lactamase gene (penicillin-resistance gene)
  • Mycoplasma bovis
  • Mycoplasma
  • Yeast
  • Prototheca

 

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Autor: Normec Foodcare Deutschland Partner für Lebensmittelsicherheit, Produktqualität und Sensorik
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